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		<title>Caesar und Hannibal</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 16:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus der Erde aufgetaucht, er w&#252;rde sofort alles verstanden haben. Conde ebenfalls, aber Caesar und Hannibal nicht.&#8221; Uber Caesar: &#8220;Caesar steht starken Feinden im Kampf gegen&#252;ber; er st&#252;rzt sich durch seine K&#252;hnheit in sehr gef&#228;hrliche Abenteuer: er zieht sich durch sein Genie aus ihnen heraus. Seine Schlachten im B&#252;rgerkrieg sind wirkliche Schlachten, sowohl in bezug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Erde aufgetaucht, er w&#252;rde sofort alles verstanden haben. Conde ebenfalls, aber Caesar und Hannibal nicht.&#8221; Uber Caesar: &#8220;Caesar steht starken Feinden im Kampf gegen&#252;ber; er st&#252;rzt sich durch seine K&#252;hnheit in sehr gef&#228;hrliche Abenteuer: er zieht sich durch sein Genie aus ihnen heraus. Seine Schlachten im B&#252;rgerkrieg sind wirkliche Schlachten, sowohl in bezug auf die ihm gegen&#252;berstehenden Feinde, wie auf deren Gener&#228;le. In diesem Mann ist das Genie ebenso stark wie die K&#252;hnheit.&#8221; An Caesar fesselte ihn vor allem anderen die imporatorische Leistung und seine Trag&#246;die; ihr widmet er das ganze Schlu&#223;kapitel seiner Darstellung, sie begeisterte ihn schon als J&#252;ngling: &#8220;Welcher Mensch&#8221;, so hatte er damals ausgerufen, &#8220;w&#252;rde nicht erdolcht werden wollen unter derBedingung, Caesar gewesen zu sein. Ein schwacher Strahl seines Ruhms w&#252;rde &#252;berreichlich f&#252;r einen fr&#252;hzeitigen Tod entsch&#228;digen.&#8221; Und zu Goethe sagte er in Erfurt I808: &#8220;Sie sollten einmal ein Drama &#252;ber Caesars Tod schreiben, aber in erhabenerem Stil, als es Voltaire getan hat. Die Welt soll einmal sehen, welches Gl&#252;ck ihr ein Caesar h&#228;tte bringen k&#246;nnen, wenn man ihm Zeit gelassen h&#228;tte, die Pl&#228;ne seines hochfliegenden Geistes in die Wirklichkeit umzusetzen.&#8221;</p>
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		<title>Kritik an den Feldherren</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 16:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vor Christi Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[So kommt es denn Napoleon in seinen drei so verschiedene Zeitalter behandelnden Schriften vor allem darauf an, das Gerheinsame herauszuarbeiten. Immer wieder entwickelt er jene einfachen Grunds&#228;tze, die kein Offizier ungestraft verletzt; sie sind sich gleichgeblieben. Um sie positiv oder negativ zu erweisen, &#252;bt er scharfe, ja oft &#252;bertrieben hart wirbende Kritik an den Feldherren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So kommt es denn Napoleon in seinen drei so verschiedene Zeitalter behandelnden Schriften vor allem darauf an, das Gerheinsame herauszuarbeiten. Immer wieder entwickelt er jene einfachen Grunds&#228;tze, die kein Offizier ungestraft verletzt; sie sind sich gleichgeblieben. Um sie positiv oder negativ zu erweisen, &#252;bt er scharfe, ja oft &#252;bertrieben hart wirbende Kritik an den Feldherren. Aber bei genauerem Hinsehen ma&#223;t er sich nicht etwa an, alles besser zu machen, sondern er kritisiert in jener erlaubten Weise: da&#223; n&#228;mlich derjenige, der etwas von der Sache versteht, das Recht besitzt scharf und hart zu kritisieren; es d&#252;rfte wohl wenige geben, die berufener dazu w&#228;ren als er! Das erweist sich dann auch daran, da&#223; sein Lob, so oft er es spendet, so erhebend wirkt, wie kein Lob eines weniger Berufenen es k&#246;nnte.</p>
<p>Alle drei, jeder in seiner Art, werden von Napoleon zum h&#246;chsten Gipfel des Olymp erhoben: Caesar, als der nie erschlaffende Welteroberer und Imperator, Turenne als der genialste Taktiker, Friedrich als Herrscher im Kriege und als un&#252;berwindlicher Charakter: &#8220;Seine Gr&#246;&#223;e zeigte sich besonders in den kritischsten Augenblicken, und das ist das sch&#246;nste Lob, das man seinem Charakter spenden kann.&#8221; Zu Las Cases sagte er &#252;ber Friedrich: &#8220;Wie doch die Menschen oft von dem abweichen, was sie zu versprechen scheinen! Sie wissen offenbar selbst nicht immer, was sie eigentlich sind. Zu diesen geh&#246;rte Friedrich, der vor seinem ersten Siege davonl&#228;uft und sich w&#228;hrend seiner ganzen sp&#228;teren Laufbahn als der unerschrockenste, der ausdauerndste, der kaltblutigste Mensch bew&#228;hrte.&#8221;</p>
<p>Von seinen weiteren zahlreichen &#196;u&#223;erungen &#252;ber die von ihm im folgenden behandelten Feldherren seien hier die wichtigsten erw&#228;hnt. Ober Turenne: Von allen Feldherren vor ihm und vielleicht von allen, die nach ihm k&#228;men, sei Turenne der gr&#246;&#223;te. &#8220;Turenne Ist ein guter General; er ist der einzige, der im Alter immer k&#252;hner wird. Ich finde ihn um so vortrefflicher in seinen Operationen, als er durchaus so handelt, wie ich an seiner Stelle es getan haben w&#252;rde. Hatte ich einen Mann wie Turenne gehabt, um mich bei meinen Feldz&#252;gen zu unterst&#252;tzen, ich w&#252;rde der Herr der Welt geworden sein. Turenne w&#252;rde in der F&#252;hrung gro&#223;er Heere ein ebenso &#252;berlegenes Genie bewiesen haben, wie er dies mit seinen kleinen getan hat.</p>
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		<title>LEBEN UND STERBEN</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 23:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Altertum]]></category>

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		<description><![CDATA[Das bessere Leben ist schon seit der Urzeit das Leitmotiv des menschlichen Daseins. Die wesentlichsten Ergebnisse des Fortschritts sind diejenigen, die zum Ersatz oder zur Erg&#228;nzung der Natur f&#252;hren: sich warm zu halten, wenn es kalt ist, sich vor der Hitze in k&#252;hlen R&#228;umen zu sch&#252;tzen, sich das Zusammenspiel der Naturkr&#228;fte in seiner ganzen Vielfalt dienstbar zu machen. Das erste der Naturelemente, das der Mensch als einziges Lebewesen sich nutzbar machte und zu beherrschen unternahm, war das Feuer. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das bessere Leben ist schon seit der Urzeit das Leitmotiv des menschlichen Daseins. Die wesentlichsten Ergebnisse des Fortschritts sind diejenigen, die zum Ersatz oder zur Erg&#228;nzung der Natur f&#252;hren: sich warm zu halten, wenn es kalt ist, sich vor der Hitze in k&#252;hlen R&#228;umen zu sch&#252;tzen, sich das Zusammenspiel der Naturkr&#228;fte in seiner ganzen Vielfalt dienstbar zu machen. Das erste der Naturelemente, das der Mensch als einziges Lebewesen sich nutzbar machte und zu beherrschen unternahm, war das Feuer.</p>
<p>Es wurde seine angebetete Gottheit, die Himmelskraft und seine gef&#252;gige Magd — wenn es ihm gelang, die »freie Tochter der Natur« zu z&#228;hmen. Der Herd wurde das Sinnbild der H&#228;uslichkeit. Der Mensch, der das Feuer beherrschte, begn&#252;gte sich nicht mehr mit Faustkeil und Klinge. Er erzeugte bessere Ger&#228;te; besonders ein kleines, dreieckiges Feuerstein-Werkzeug, das er zum Kratzen, Schaben und Bohren verwendete, und auch schon handlichere Klingen, die sich in der Form von Messern unserer Tage kaum unterscheiden.</p>
<p>Zu den schwierigsten und gef&#228;hrlichsten Aufgaben, denen sich der Urmensch gegen&#252;bersah, geh&#246;rte die Jagd auf Gro&#223;wild: Nashorn, Elefant und H&#246;hlenb&#228;r. Knochenfunde bekunden, da&#223; der H&#246;hlenb&#228;r drei Meter hoch war — kein Gegner, dem man einfach entgegentreten konnte! Wer aber einmal gesehen hatte, da&#223; ein H&#246;hlenb&#228;r, der nicht auf den Weg achtete, abst&#252;rzen und sich dabei den Hals brechen oder die Glieder verrenken konnte, der versuchte es, dem st&#228;rkeren, schier un&#252;berwindlichen Gegner Fallen zu stellen. Wem die Natur nicht hilft, der kann sich mit dem Verstand helfen. Wo es keine Abgr&#252;nde gab, in die der H&#246;hlenb&#228;r st&#252;rzen konnte, mu&#223;te man sie schaffen. So wurde eine Grube gegraben, in die der H&#246;hlenb&#228;r ahnungslos fiel und in der er mit der Klinge get&#246;tet werden konnte.</p>
<p>Das war nicht die einzige Methode, den &#252;berlegenen Gegner zu Fall zu bringen: Was ein Mensch allein nicht konnte, das konnten mehrere, wenn sie sich zusammentaten. Der B&#228;r konnte sich eines, zweier, dreier Menschen erwehren, aber wenn ihn viele gleichzeitig von allen Seiten &#252;berfielen, dann siegte die &#220;berlegenheit der Mehrzahl. Man mu&#223;te sich nur miteinander verst&#228;ndigen k&#246;nnen, um gemeinsam zu schaffen, was der einzelne allein nicht konnte. Das f&#252;hrte zu gemeinsamer Leistung — und zur Teilung der Beute, die ja durch die gemeinsame Leistung vervielfacht wurde. Wer richtig anzuordnen und gerecht zu teilen vermochte, erhielt mehr als die anderen.</p>
<p>Die Erfahrung, da&#223; viele erreichen k&#246;nnen, was einer allein nicht kann, f&#252;hrte &#252;ber die nat&#252;rliche Gruppe der Familie zum Zusammenschlu&#223; mehrerer Familien. So entstand die Horde. Vermutlich waren es meist Blutsverwandte, die herangewachsen waren, solange die Eltern noch lebten, und die beisammen blieben, weil die Erfahrung sie gelehrt hatte, da&#223; vereinte Kr&#228;fte Besseres und mehr erwirken k&#246;nnen als vereinzelte. Das Zusammensein verminderte die Angst vor der Umwelt. Der Mensch hatte gelernt, sich zu sch&#252;tzen, er verbesserte seine Lebensbedingungen Jahrhundert um Jahrhundert, Jahrtausend um Jahrtausend. Er fand sich auf dem Erdkreis zurecht.</p>
<p>Wenn es irgendwo nichts mehr zu jagen und zu sammeln gab, zog er woanders hin. Auch der Wechsel der Jahreszeiten erschreckte ihn nicht. Er sch&#252;tzte sich vor dem Winter, er geno&#223; den Sommer. Was ihn jedoch ersch&#252;tterte und zu erneutem Denken zwang, war das Unfa&#223;bare des Todes. Er hatte es in der Tierwelt beobachtet, er wu&#223;te, da&#223; von einer Stunde zur n&#228;chsten das m&#228;chtigste, das gr&#246;&#223;te Tier pl&#246;tzlich umfiel und sich nicht mehr bewegte. Wenn er selbst es auch erst nicht wagte, sich der gewaltigen Tierleiche zu n&#228;hern, so sah er doch, da&#223; Wetter und Zeit die Formen des ehemaligen Lebewesens zerst&#246;rten.</p>
<p>Er war Zeuge des Verfalls &#8212; und wollte es nicht wahrhaben, da&#223; der Vater, der Bruder, da&#223; seinesgleichen einmal aufh&#246;rten zu sein so wie das Tier, das in den Farnen verendete und zerfiel. Sein Vater, sein Bruder konnten doch nicht f&#252;r immer vergehen! Der Tote wurde mit den Gegenst&#228;nden, die er im Leben gebraucht hatte und die ihm geh&#246;rten, begraben. Die gute Erde, die Wurzeln und Knollen hervorbrachte, von denen die Menschen sich n&#228;hrten, nahm die Toten auf. In einer H&#246;hle, durch Steinbl&#246;cke, die auf und um den K&#246;rper gelegt wurden, gesch&#252;tzt, lebte er in der Vorstellung der Lebenden als Toter fort. Am besten war es, den Toten in der N&#228;he des Herdes im wahren Sinne des Wortes »beizusetzen«, denn er wurde zumeist in sitzender Stellung begraben: Er lebte nach dem Tode weiter.</p>
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		<title>Das Altertum</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 00:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Altertum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Organe entwickeln sich durch &#220;bung. Sprechen zu lernen und das Gesprochene nicht nur zu h&#246;ren, sondern auch im Sinn zu erfassen, wurde eine der gro&#223;en Erfahrungen und Leistungen des Menschen.
Die F&#228;higkeit zur Verst&#228;ndigung f&#252;hrte auch dazu, da&#223; Mann und Frau sich nicht nur durch die k&#246;rperliche Vereinigung miteinander verbanden und fortpflanzten, sie teilten sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organe entwickeln sich durch &#220;bung. Sprechen zu lernen und das Gesprochene nicht nur zu h&#246;ren, sondern auch im Sinn zu erfassen, wurde eine der gro&#223;en Erfahrungen und Leistungen des Menschen.</p>
<p>Die F&#228;higkeit zur Verst&#228;ndigung f&#252;hrte auch dazu, da&#223; Mann und Frau sich nicht nur durch die k&#246;rperliche Vereinigung miteinander verbanden und fortpflanzten, sie teilten sich auch Gedanken mit und wurden dadurch einig und eins. Ob die Frau die Lehrmeisterin des Mannes war oder umgekehrt, das wird wohl nie zu ergr&#252;nden sein. Gewi&#223; ist allerdings, da&#223; ihr Verhalten zueinander, die Bewertung ihrer gegenseitigen Bedeutung, die Achtung, die sie voreinander hatten, schon in fr&#252;hester Zeit von ihren Lebensgewohnheiten abhing.</p>
<div id="attachment_12" class="wp-caption alignright" style="width: 99px"><a href="http://www.der-radiergummi.de/wp-content/uploads/2010/04/thb_100422a1759.jpg"><img class="size-full wp-image-12" title="Das Altertum" src="http://www.der-radiergummi.de/wp-content/uploads/2010/04/thb_100422a1759.jpg" alt="Das Altertum" width="89" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Das Altertum</p></div>
<p>Wie meist in der Tierwelt ist in der Welt der Menschen der Mann k&#246;rperlich &#252;berlegen. Er ist h&#246;her gewachsen, er hat st&#228;rkere Muskeln, er scheint widerstandsf&#228;higer z- u sein. Aber es ist sehr wahrscheinlich, da&#223; in der Zeit der fr&#252;hesten Menschen die Frau besser oder mehr gedacht hat, denn sie war es, die das Genie&#223;bare aufsp&#252;rte und kostete, sammelte und verwahrte. Sie legte Vorr&#228;te an und verwaltete sie. Sie war die H&#252;terin der H&#246;hle, die dem Mann und ihr selbst Schutz gew&#228;hrte. Sie sandte den Mann hinaus auf die Jagd und sorgte daf&#252;r, da&#223; er am Eingang der H&#246;hle Wache hielt.</p>
<p>Die verschiedenen T&#228;tigkeiten von Mann und Frau erforderten bald auch verschiedene Hilfsmittel. Der Mensch hat weder gro&#223;e F&#228;nge noch nennenswerte Krallen. Was er aber nicht hat, das kann er herstellen. Er hat die Hand: das Werkzeug der Werkzeuge. Ein scharfer Stein in seiner Faust ersetzte die Kralle des Raubtieres, und wenn sich der Stein nicht durch Sonnenglut oder Regen vom Felsen gel&#246;st hatte, dann l&#246;ste ihn der Mensch. Wenn das abgesplitterte St&#252;ck von vornherein nicht scharf genug war, lernte der Mensch den Splitter sch&#228;rfen. So entstanden der Faustkeil und die erste Klinge, die in der harten Hand festgehalten, Kralle und Zahn des Raubtieres</p>
<div id="attachment_13" class="wp-caption alignleft" style="width: 99px"><a href="http://www.der-radiergummi.de/wp-content/uploads/2010/04/thb_090829a5788.jpg"><img class="size-full wp-image-13" title="Kralle und Zahn des Raubtieres ersetzten" src="http://www.der-radiergummi.de/wp-content/uploads/2010/04/thb_090829a5788.jpg" alt="Kralle und Zahn des Raubtieres ersetzten" width="89" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Kralle und Zahn des Raubtieres ersetzten</p></div>
<p>ersetzten. F&#252;r die H&#228;nde der Frau war der Stein zu hart. Holz und Knochen waren die Stoffe, die sie brauchte, und der Mann schuf daraus die ersten Ger&#228;te f&#252;r die Arbeit der Frau. Vor allem ben&#246;tigte die Frau den Grabstock, ein zurechtgeschnitztes Knochen- oder Holzst&#252;ck, das es ihr erleichterte, Wurzel und Knollen aus der Erde zu heben. Sie war gen&#252;gsamer und beherrschter als der Mann, der auf seiner Nahrungssuche das Tier erlegte und dann gleich so viel davon verzehrte, wie er konnte. Die Frau sammelte Wurzeln und Knollen und brachte sie in die Behausung — unter :Felsvorspr&#252;nge im Sommer und im Winter in die H&#246;hle. Sie legte Vorr&#228;te an, und unter ihrer Obhut gediehen die jungen Menschenkinder.</p>
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		<title>Die Vertreter der bis vor kurzem noch unbestrittenen Eiszeiteneinteilung</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 19:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vor Christi Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Christi Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vertreter der bis vor kurzem noch unbestrittenen Eiszeiteneinteilung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>deuten mit Nachdruck darauf hin, da&#223; sie nicht w&#252;&#223;ten, ob wir uns zur Zeit einer neuen Eiszeit oder einer neuen Warmzeit n&#228;hern. Auch die neuesten Forschungen geben uns keinen sicheren Hinweis, welche Gebiete der Erdoberfl&#228;che sich in einer vorerst noch unberechenbaren Zukunft in den Nord- oder S&#252;dpol des Erdballs verwandeln werden.<br />
So befindet sich die Erde in unaufh&#246;rlicher Entwicklung. Sie ist unaufh&#246;rlich Ver&#228;nderungen ausgesetzt. Wir wissen nicht genau, wie sie entstanden ist, und k&#246;nnen ihre Zukunft nicht voraussehen. W&#228;hrend sich der Ablauf eines Tages, eines Jahres unseres Lebens in erschreckender Raschheit vollzieht, stehen wir im Mittelpunkt einer Entwicklung, deren unendliche Langsamkeit unserer Vorstellung ebenso unfa&#223;bar erscheint wie Zeit und Raum, in denen sie vor sich geht.</p>
<p>VOM DENKEN ZUM BESSEREN LEBEN<br />
Wie sie auch immer entstanden sein m&#246;gen es steht fest, da&#223; es Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat. W&#228;hrend der Warmzeiten gab es lange Regenperioden, in denen eine &#252;ppige Pflanzen- und vielgestaltige Tierwelt auch in Gegenden gedieh, die wir heute nur als W&#252;sten kennen. Wassermassen str&#246;mten von den Gletschern in die Meere, Landhebungen und Landsenkungen formten die Kontinente, versch&#252;tteten alte Lebensformen und ersetzten sie durch neue. Vermutlich hat damals keine einzige Stelle der Erdoberfl&#228;che so ausgesehen, wie sie heute aussieht.<br />
Manche Gegenden, die heute mit ewigem Sommer gesegnet sind, waren vormals kalt, und manche jetzt von Eis und Schnee heimgesuchte Gebiete genossen tropisches Klima. Man mu&#223; &#252;ber eine starke Einbildungskraft verf&#252;gen, um sich vorstellen zu k&#246;nnen, da&#223; sich einst Elefanten im Wiener Becken tummelten und Dattelpalmen an den Ufern des Rheins unter einem stets wolkenlosen blauen Himmel wuchsen.<br />
Man kann in Museen und auf Abbildungen Skelettreste oder Nachbildungen der sogenannten »vorsintflutlichen« Reptilien und Fossilien betrachten — mit ungeheuren F&#228;ngen und gewaltigen Gebissen ausgestattete Urtiere, ungeheure Eidechsen, die sich schleichend oder</p>
<p><strong>DAS ALTERTUM VOM DENKEN UND BESSEREN LEBEN </strong></p>
<p>Eine Sch&#246;pfung des sp&#228;ten Eiszeitmenschen ist die »Venus von \Villendorf«. Schwere Br&#252;ste, &#252;berm&#228;&#223;ig breite H&#252;ften und die deutliche Markierung des Geschlechtsorgans zeigen das Gebanntsein von Fruchtbarkeit und Leben.<br />
mit K&#228;nguruhspr&#252;ngen vorw&#228;rts bewegten und die sogar in der kn&#246;chernen Leblosigkeit des Skeletts Angst und Grauen erwecken. Wenn man sich vorstellt, wie auch noch Tiere, die sich sp&#228;ter entwickelten, aussahen, und da&#223; unsere Vorfahren zu ihrer Abwehr keine nat&#252;rlichen Waffen besa&#223;en, erscheint es wie ein Wunder, da&#223; sie &#252;berhaupt f&#228;hig waren, sich am Leben zu erhalten, ja sich zu einer Gattung zu entwickeln, der es schlie&#223;lich gelang, die Erde zu beherrschen.<br />
Man k&#246;nnte die Entwicklungsgeschichte des Menschen als die Geschichte der &#220;berwindung gr&#246;&#223;ter Widerst&#228;nde bezeichnen. Die Natur setzte den Menschen eisiger K&#228;lte und gl&#252;hender Hitze aus — den Menschen, das zweibeinige Lebewesen, dem sie zum Schutz der empfindlichen Haut nur eine immer sp&#228;rlicher werdende Behaarung verliehen hatte, dessen Z&#228;hne nicht Hauer waren wie die der Raubtiere, dessen Zehen- und Fingern&#228;gel verk&#252;mmert schienen im Verh&#228;ltnis zu den Krallen seiner vierbeinigen Zeitgenossen.<br />
Der Mensch hatte Augen zum Sehen, er konnte riechen und h&#246;ren, tasten und schmecken, aber weder sein Geruchssinn noch sein Geh&#246;r waren so vollkommen entwickelt wie bei den meisten Tieren. Er mu&#223;te, um den Tieren gewachsen zu sein, seine f&#252;nf Sinne besser zusammenhalten, um &#252;berlegen zu sein. Er durfte nicht wie die Tiere nur der schnuppernden Nase vertrauen oder dem scharfen Ohr. Er mu&#223;te lernen zu denken. Da&#223; dies dem Menschen gelang, ist schlechthin grandios.<br />
Was hei&#223;t: denken? Es gibt dar&#252;ber viele Theorien, doch es mag am einfachsten sein, sich zu vergegenw&#228;rtigen, wie der Urmensch — dieses mit so mangelhaften Abwehrwaffen in die angriffslustige Welt gestellte Wesen — dazu kam, das Denken, das ihn von den anderen Lebewesen unterscheidet und &#252;ber sie erhebt, zu seiner ureigenen, seiner eigentlichen Funktion zu machen : er lauert, er hat Hunger, er hat Angst — eine ewige Angst, wie Tiere Angst vor anderen haben, st&#228;rkeren, &#252;berlegeneren. Er mu&#223; vor allem eines besser k&#246;nnen: sich verbergen, sich verborgen halten, solange die gef&#228;hrliche N&#228;he des andern w&#228;hrt. Er mu&#223; das andere beobachten — und damit beginnt der Denkproze&#223;.<br />
W&#228;hrend der Affe, dieses dem Menschen &#228;hnlichste Lebewesen, sich fast ausschlie&#223;lich damit begn&#252;gt, seine Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes nachzu&#228;ffen, &#228;fft der Mensch nicht blindlings nach, er sieht, er horcht, er lernt aus dem Verhalten des andern Lebewesens, was er f&#252;r das eigene Leben braucht.<br />
In seinem fr&#252;hen Lebenskampf, in der harten Schule der Natur, half dem ersten Mann die erste Frau — ganz anders als dem Tierm&#228;nnchen das Weibchen. Freilich verband die Menschen noch ein weiteres : die Sprache. Es mag erst nur eine Folge von Lauten gewesen sein, mit der sie<br />
Erscheinungen der Umwelt, Gegenst&#228;nde, Gef&#252;hlsempfindungen und auch sich wiederholende Ergebnisse ihres Denkvorganges bezeichneten und zum Ausdruck brachten. Nicht deutlich ausgesprochene Worte waren es, durch die sie sich miteinander verst&#228;ndigten, lediglich kurze Mitteilungen, Laute der Freude und des Vergn&#252;gens oder der Unlust und des Schmerzes.</p>
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		<title>Die Entstehung unserer Welt ist ein noch ungel&#246;stes Geheimnis</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 18:58:28 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Vor Christi Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Christi Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entstehung unserer Welt ist ein noch ungel&#246;stes Geheimnis]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entstehung unserer Welt ist ein noch ungel&#246;stes Geheimnis. Vor jedem Beginn, den die Wissenschaft gefunden zu haben glaubt, steht immer wieder ein neuer Beginn, und je gr&#246;&#223;er die Summe des Erforschten ist, desto dringender wird die Frage nach dem Unerforschten: Woher kommen wir? Wohin gehen wir?<br />
Die Reliquien der vorgeschichtlichen Vergangenheit des Menschen wurden von Fachgelehrten mit den modernsten Methoden untersucht und mit Tierknochen und Skeletten aus der gleichen Zeit verglichen. Auf diese Untersuchungen gest&#252;tzt, sagt die Wissenschaft, da&#223; menschen&#228;hnliche Wesen schon vor &#252;ber einer Million Jahren lebten. Mehr als eine Million Jahre! — Das ist ein f&#252;r unsere Begriffe unfa&#223;barer Zeitraum. Es hilft unserem Vorstellungsverm&#246;gen nur wenig, da&#223; die Fundorte der Sch&#228;del und Knochenreste als Kennworte zur Bezeichnung unserer Vorfahren dienen: Heidelberg-, Peking-, Java-, Steinheim-, Neandertal-Urmensch und Altmenschen — wir sehen Sch&#228;del, deren Formen sich f&#252;r unser ungeschultes Auge kaum voneinander unterscheiden. Wer die niedrige Sch&#228;delh&#246;he, die fliehende Stirn, die m&#228;chtigen Augenbrauen und vor allem das vorspringende  Gebi&#223; des Java-Menschen mit dem Sch&#228;del eines Affen vergleicht,  k&#246;nnte der alten Lehre der Abstammung des Menschen vom Affen vor 236000 zuneigen. Der Sch&#228;del des Steinheimer Menschen hingegen, ist der o Kopfform des heutigen Menschen schon &#228;hnlicher.<br />
Zahlreiche Skelettreste wurden im Neandertal bei D&#252;sseldorf gefunden. Wenn man die Erscheinung des nach dem Fundort benannten Neandertalers nachbildet, fallen der ungew&#246;hnlich gro&#223;e Sch&#228;del und der untersetzte Bau des K&#246;rpers auf. Auch der Neandertaler hat eine niedrige, fliehende Stirn, eine breite Nase, ein vorstehendes Gebi&#223;, und wenn man sich vergegenw&#228;rtigt, da&#223; er sich geb&#252;ckt, vorn&#252;bergebeugt vorw&#228;rts bewegte und zum Schutz gegen K&#228;lte dicht behaart war, dann erscheint der Gedanke nicht ganz erfreulich, da&#223; der Neandertaler als unser urmenschlicher Vorfahre gelten soll.<br />
Der Neandertaler hat in der sogenannten »j&#252;ngeren Altsteinzeit«  gelebt.<br />
Wir d&#252;rfen uns nicht dadurch befremden lassen, da&#223; die Geologen, die Erforscher der Erdschichten, mit noch unvorstellbareren Zeitr&#228;umen rechnen als diejenigen Forscher, die sich »nur« mit dem Ursprung der Menschheit besch&#228;ftigen. F&#252;r die Geologen ist der<br />
DAS ALTERTUM    VOM DENKEN ZUM BESSEREN LEBEN<br />
Bis 540 Mill.v.Chr.<br />
ab 60 Mill, v. Chr.<br />
Mensch ein Neuank&#246;mmling auf der Erde, die sich nach ihren Berechnungen seit mehr als dreieinhalb Milliarden Jahren um die Sonne und um die eigene Achse dreht. Seit ihrem Anfang hat die Erde verschiedene Formen angenommen und sich in ihrer Zusammensetzung unaufh&#246;rlich verwandelt: vom fl&#252;ssigen Feuer sich spaltender Atome zu dampfenden Gasen und Nebeln, zu Verdichtungen aller Art, bis die feste Kruste der Erdoberfl&#228;che entstand, die von den Meeren umsp&#252;lt wird. Aber auch seit der Erdball seine heutige, an den Polen abgeflachte Kugelform angenommen hat, sind Ver&#228;nderungen auf seiner Oberfl&#228;che vor sich gegangen. Die Erdschichtforscher haben diese Entwicklung genau untersucht und zeitlich eingeteilt; sie sprechen von der Erdfr&#252;hzeit (Algonkium), dem Erdaltertum (Pal&#228;ozoikum), dem Erdmittelalter (Mesozoikum) und der Erdneuzeit (Neozoikum).</p>
<p>In diesen schier unendlichen Zeitr&#228;umen haben sich die geologischen Schichten gebildet, die durch Tiefbohrungen erforscht wurden. Trotz modernster Methoden sind diese Bohrungen bisher aber nicht tiefer unter die Erdoberfl&#228;che gedrungen als etwa sechstausend Meter. Diese geologischen Untersuchungen, die von Gelehrten anderer naturwissenschaftlicher Gebiete &#252;berpr&#252;ft und erg&#228;nzt wurden, haben zu wertvollen Erkenntnissen gef&#252;hrt, zum Beispiel &#252;ber die Entstehung der &#214;l- und Kohlevorkommen unter der Erdoberfl&#228;che und &#252;ber die Entstehung und Weiterentwicklung des Lebens in den einzelnen Epochen der Erdbildung : vom Schalentier zum Krustentier, vom Fisch zum Reptil, von den V&#246;geln zu den S&#228;ugetieren.<br />
Die Ergebnisse und die Bewertung dieser Forschungen schwanken mit den Methoden der wissenschaftlichen Erkenntnis. Die Gelehrten sind gezwungen, sich &#252;ber das Konkrete, das Greifbare und Fa&#223;bare in eine abstrakte Welt zu erheben und sich durch Formeln und Sinnbilder miteinander zu verst&#228;ndigen, die oft nur dem, der in die Geheimnisse der h&#246;heren Mathematik eingeweiht ist, verst&#228;ndlich sind. Sogar auf einem Gebiet, auf dem sich die gesamte Gelehrtenwelt schon recht sicher f&#252;hlte, traten in letzter Zeit neue Anschauungen auf, durch die bereits feststehende Gesichtspunkte im wahrsten Sinne des Wortes verschoben werden.</p>
<p>Es handelt sich um die sogenannten Eiszeiten, die Frostperioden, die den Erdball in den letzten sechshunderttausend Jahren heimgesucht haben sollen und durch Warmzeiten unterbrochen waren. Die allgemeine Anschauung ging dahin, da&#223; gro&#223;e Teile Nordamerikas, Asiens und Europas viermal von Eis bedeckt waren. Diese Eiszeiten wurden nach kleinen Fl&#252;ssen des deutschen Alpenvorlandes, den Abschmelzrinnen einzelner Gletschervorst&#246;&#223;e, als G&#252;nz-, Mindel-, Ri&#223;- und W&#252;rmEiszeiten benannt. Die Entstehung und Dauer dieser Eiszeiten und die sie abl&#246;senden Warmzeiten wurden auf Schwankungen der Strahlungsenergie, welche die Erde von der Sonne empf&#228;ngt, zur&#252;ckgef&#252;hrt. Die neueste Forschung unternimmt es, nachzuweisen, da&#223; die Eiszeiten nicht dadurch, sondern durch die Bewegung der Erdkugel entstanden sind, die in ihrer Drehung um sich selbst und um die Sonne ihren Nord- und S&#252;dpol verschoben hat, so da&#223; sich die Wirkung der Sonnenstrahlen auf verschiedene Gebiete der Erdoberfl&#228;che entsprechend dieser Verschiebung ver&#228;ndern mu&#223;te.</p>
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